Renault E-Space Concept: Die moderne Vision eines „voiture à vivre“
Mit dem neuen E-Space Concept präsentiert Renault auf dem Pariser Automobilsalon 2026 seine Vision für das Auto der Zukunft. Als moderner Nachfolger des ersten Renault Espace von 1984 interpretiert das Konzeptfahrzeug die Idee eines vielseitigen „voiture à vivre“ auf moderne und visionäre Weise neu.
Das E-Space Concept ist ein rollender Raum zum Leben, ein Fahrzeug, das sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert: mit einem innovativen, luftigen und modularen Innenraum, der auf Komfort und gemeinsame Zeit mit der Familie ausgelegt ist. Zugleich empfiehlt sich das Fahrzeug mit seinem klaren MPV-Karosseriedesign und dem offenen, von natürlichem Licht durchfluteten Innenraum-Layout als echte Alternative zu SUVs und Limousinen.
Das E-Space Concept spiegelt die Werte wider, für die die Marke seit 128 Jahren steht, und zeigt, wie Renault Reisen und Familienmobilität im Zeitalter der Elektromobilität neu interpretiert.
„Das E-Space Concept demonstriert, wie unser Markenerbe die Zukunft inspirieren kann. Als Renault 1984 den Espace entwickelte, erfand das Unternehmen eine neue Art, Autos zu gestalten, indem es den Menschen und sein Leben in den Mittelpunkt stellte. An diesen Pioniergeist knüpfen wir mit dem E-Space Concept für das Elektrozeitalter an. Die Designstudie hebt die Philosophie der „voitures à vivre“ auf ein neues Niveau – als vielseitiges, grosszügiges und vollelektrisches Fahrzeug, das ganz auf die Bedürfnisse, Wünsche und Lebensstile von morgen zugeschnitten ist.“
Fabrice Cambolive, Chief Growth Officer der Renault Group und CEO der Marke Renault
Eine Leinwand für die „voitures à vivre“ der Zukunft
Das Renault E-Space Concept ist ein elektrisches MPV, das die neuen Werte der Marke verkörpert: ein elegantes High-Tech-Objekt, das auf natürliche Weise effizient aussieht. Von den typischen SUV-Modellen der Gegenwart hebt sich das Konzeptfahrzeug optisch ab. Stattdessen verleiht es den Designelementen von Grossraum-Vans, die Renault 1984 mit der Einführung des ersten Espace ins Leben gerufen hat, eine zeitgemässe Note.
Das Konzeptfahrzeug stellt die Geschichte der Marke – und damit den menschlichen Faktor – in den Mittelpunkt. Daher lag die Priorität darauf, zunächst das Interieur als Lebensraum zu gestalten und ihn erst anschliessend zu umhüllen – und zwar mit einer Karosserie, die an den Seiten und am Dach grosszügige Glasflächen aufweist, um Licht hereinzulassen, ganz wie bei besonders hochwertigen architektonischen Entwürfen.
Als ein „voiture à vivre“ mit starker emotionaler Anziehungskraft, das für und um den Menschen herum konzipiert wurde und über nützliche Technologien wie einen elektrischen Antriebsstrang verfügt, steht das Renault E-Space Concept im Einklang mit den Werten, auf denen die Marke ihre Zukunft aufbaut und festigt. Diese Werte lassen sich in vier Grundprinzipien zusammenfassen, die die gemeinsame Vision von „voitures à vivre“ bilden: menschenzentrierte Autos, die Emotionen wecken, nützliche Technologien bieten und auf Elektrifizierung basieren.
„Wir haben dieses Konzeptfahrzeug als Hommage an den Espace von 1984 entworfen: Die erste Grossraumlimousine überhaupt steht nach wie vor für die Werte von Renault und seiner „voitures à vivre“. Die Karosserieform ist mit aussergewöhnlich klaren Linien auf Erkennbarkeit und Wiedererkennbarkeit ausgelegt und fängt den ikonischen Charakter des Espace ein, den wir zugleich mit modernster Technologie und stilvollem Design in die Zukunft führen.
Im Innenraum vermitteln die weichen Merkmale wie die Textilien an den Türverkleidungen ein Gefühl von Komfort und bilden einen starken Kontrast zur High-Tech-Optik der Bildschirme, der Mittelkonsole und anderer Details.
In der sich ständig wandelnden Welt des globalen Automobildesigns, die derzeit von SUVs dominiert wird, beweist das Renault E-Space Concept, dass die Marke alles hat, um sich mit Intelligenz und Anziehungskraft zu profilieren.“
Alexandre Malval, Vice President Design, Renault
Eine formale Designsprache mit einem klaren High-Tech-Ansatz
Eine Feier der Einfachheit: Die Designsprache des Renault E-Space Concept zeichnet sich durch geschmeidige, saubere Formen aus, die durch subtile Spannungslinien strukturiert werden. Eine klare und auf den ersten Blick erkennbare visuelle Sprache, die die Werte der Marke widerspiegelt.
Neu ist die Lichtsignatur an Front und Heck: Ein breite „U“-förmige Lichtleiste umschliesst den gesamten Frontgrill. Im Zentrum der Frontpartie scheint ein beleuchtetes Logo im Raum zu schweben, als wäre es in einem subtilen Zusammenspiel von Pixeln aufgehängt.
„Die Designsprache ist von allem befreit, was das Auge ablenken könnte, und so weit vereinfacht, bis nur noch das Wesentliche übrig bleibt: die Klarheit des Themas, ganz ohne Angst vor Leere.“
Alexandre Malval, Vice President Design, Renault
Proportionen, die inspirieren
Das Renault E-Space Concept ist ein grosszügig dimensioniertes Fahrzeug mit einer Länge von 4,70 Metern, einer Breite von 2,02 Metern und einer Höhe von 1,67 Metern. Sowohl die Höhe als auch das Verhältnis von Länge zu Breite ähneln denen des ersten Espace, allerdings mit einem modernen Touch, der sich in den kurzen Überhängen und der Platzierung der 23-Zoll-Räder in den vier Ecken des Fahrzeugs zeigt.
Mit seiner niedrigen Gürtellinie und der moderaten Bodenfreiheit wirkt das Renault E-Space Concept eher bodennah. Damit setzt es neue Akzente im zeitgenössischen Design und hebt sich deutlich von der typischen SUV-Optik ab. Die Windschutzscheibe ist eine Verlängerung der Motorhaube – eine Anspielung auf die DNA der Grossraumlimousine und insbesondere auf das „TGV-Profil“ des ersten Renault Espace aus dem Jahr 1984. Der Splitter im Stossfänger lässt sich absenken, um die Aerodynamik bei hohen Geschwindigkeiten zu optimieren. Am Heck vermitteln die vertikalen Linien ein Gefühl von Raum und Modularität. Gleichzeitig erinnert der obere Spoiler an ein ähnliches Merkmal beim Espace 2 und 3.
Um in der Seitenansicht weniger massig zu wirken, deutet ein schwarzes „Skateboard“ auf die technischen Systeme wie Batterie und aerodynamische Elemente hin, so ähnlich wie die Seitenkästen eines Formel-1-Wagens. Die markante schwarze horizontale Linie dieser technischen „Grundplatte“ setzt sich im Design der Räder fort, wenn diese entsprechend ausgerichtet sind. Daraus ergibt sich ein dunkleres Finish im unteren Bereich der Karosserie, das zudem an den breiten grauen Seitenschutz des ersten Espace erinnert.
„Das Renault E-Space Concept ist von der Welt der Luftfahrt inspiriert und besticht durch fliessende Linien und grosszügige Glasflächen für alle Insassen.“
Romain Gauvin, Head of Advanced Design & Concept Cars bei Renault
Ein von Glaswänden umgebener Innenraum
Im Mittelpunkt des Designkonzepts steht natürliches Licht. Die Designer entwarfen daher zunächst eine vollständig verglaste Fahrgastzelle, die von der Bauhaus-Architektur und insbesondere von den Werken von Ludwig Mies van der Rohe (Farnsworth House, Plano, Illinois, 1951) inspiriert war. Das Glasdach und die Seitenfenster reichen weit über die ohnehin sehr niedrige Gürtellinie hinaus. Die Idee war es, die Karosserieteile an dieser Glaskabine zu befestigen, ohne dass es eine klare visuelle Grenze zwischen Glas und Metall gibt.
Von aussen kann man buchstäblich sehen, wie sich die Verglasung hinter den Karosserieteilen bis unterhalb der Gürtellinie erstreckt. Eine speziell entwickelte Beleuchtung hebt den Platzgewinn im Bereich zwischen Windschutzscheibe und Karosserie hervor. Dazu passt, dass auch die C-Säule zu schweben scheint, als wäre sie nachträglich angebracht worden.
„Die Gürtellinie ist so niedrig, dass man ganz einfach in den Innenraum hineinsehen kann, wenn man neben dem Auto steht. Und man kann beim Fahren den Ellbogen bequem auf der Tür ablegen.“
Romain Gauvin, Head of Advanced Design & Concept Cars bei Renault
„Das Chassis des Renault E-Space Concept besitzt eine technische und präzise Formensprache. Der Innenraum hingegen ist von einer gläsernen Blase umhüllt, die von den fliessenden Linien glatter Karosserieteile umgeben ist.“
Romain Gauvin, Head of Advanced Design & Concept Cars bei Renault
Ein Innenraum voller Licht
Die hinten angeschlagenen Türen ohne zentrale Säule öffnen den Weg in einen luftig anmutenden Innenraum, der hochtechnologisch und einladend zugleich wirkt. Auf dem vollkommen ebenen Boden sind sechs Einzelsitze angebracht, die sich von den Konventionen der Automobilwelt und ihren traditionellen Schalensitzen lösen und stattdessen Elemente der Innenarchitektur aufgreifen – mit lackierten Schalen, die an den Stil von Pierre Paulin erinnern. Optisch leicht und im oberen Bereich besonders schlank – ganz wie die Sitze im Espace von 1984 – scheinen sie im Innenraum zu schweben.
Technisch betrachtet ist das Sitzdesign sowohl modular als auch raffiniert. Zusammen mit dem Raumangebot und dem natürlichen Licht gehört der modulare Innenraum zu den wesentlichen Bestandteilen der DNA des Renault Espace – und erst recht der „voitures à vivre“ von Renault.
Die Sitze sind in Grösse und Design identisch und lassen sich leicht um ihre eigene Achse drehen. Die Eigenschaften variieren je nach Sitzreihe. Die beiden Sitze in Reihe zwei lassen sich um 180° drehen, um zusammen mit Reihe drei einen „TGV-Sitzplatz-Vierer“ zu bilden. In der standardmässigen, nach vorne gerichteten Position haben die Passagiere in der zweiten Reihe Zugang zu Klapptischen mit 12,3-Zoll-Bildschirm, die an den Rückenlehnen der Vordersitze angebracht sind. Die beiden Sitze in Reihe zwei lassen sich auch vollständig umklappen und dienen dann als grosser Tisch für die Passagiere in Reihe drei. In dieser Viersitzer-Konfiguration können sie auch die Bildschirme an den Rückenlehnen der Vordersitze sehen.
Der Tisch lässt sich zudem mit einer ferngesteuerten Konsole ausstatten, die entlang der zentralen Mittelachse des Innenraums verschoben werden kann. Darin untergebracht: ein Luftreiniger, ein kleiner Kühlschrank, Videospiel-Controller und – als Beitrag zur freundlichen Atmosphäre, die in „voitures à vivre“ so wichtig ist – ein „Vier gewinnt“-Spiel.
Die Türgriffe sind schlicht und einfach gestaltet und mit gestepptem Stoff bezogen. Damit tragen sie zur gemütlichen, kokonartigen Atmosphäre des Innenraums bei, bieten aber dennoch einen festen Griff. Armlehnen in den Türen sind dank der niedrigen Gürtellinie überflüssig, die Fahrgäste können ihre Ellbogen direkt „auf der Fensterbank“ ablegen.
Die beleuchtete Linie, die entlang der Unterseite des Innenraums verläuft, greift das Aussendesign an der Gürtellinie auf. Die Ambientebeleuchtung wird durch sanfte Lichtquellen, Nachtlichter in den Lautsprechern sowie durch Leseleuchten, die an einer Längsschiene in der Mitte des Glasdachs angebracht sind, zusätzlich verstärkt.
„Das Design der Sitze ist eher von Einrichtungsgegenständen als von Autos inspiriert. Dadurch wirken sie nicht aufdringlich. Sie lassen sich drehen, um den Einstieg zu erleichtern oder eine gemütliche Sitzecke zu schaffen. Wir wollten ein Ambiente erzeugen, das sowohl futuristisch als auch einladend ist und einen Hauch von Nostalgie versprüht.“
Stéphane Maiore, Head of Interieur Design bei Renault
Eine High-Tech-Armaturentafel
Der Bildschirm im Cockpit des Renault E-Space Concept erstreckt sich über die gesamte Breite des Innenraums (Masse: 1.130 x 110 mm) – und wird als „OpenR Panorama“-Display im Curved-Design in den kommenden Renault Modellen der höheren Fahrzeugklassen Einzug halten. Den Anfang machen die Modelle der nächsten Generation der Baureihen Rafale und Scenic.
Obwohl OpenR Panorama alle notwendigen Informationen bereitstellt – und damit praktisch die herkömmliche Armaturentafel ersetzt –, ist das Display nicht als Touchscreen konzipiert. Es ist so nah wie möglich an der Fahrbahn positioniert, verbessert damit Ergonomie und Sicherheit beim Fahren – und wirkt auf der Beifahrerseite so, als schwebe es im Raum. Ein innovatives Design, das viel Platz in der ersten Sitzreihe schafft und so zum luftigen Innenraum beiträgt.
Die Touch-Bedienelemente für die Funktionen von OpenR Panorama befinden sich auf zwei flexiblen Bildschirmen. Diese drehen sich um einen röhrenförmigen Sockel, auf dem das Lenkrad montiert ist, und zeigen eine Informationsmenge an, die sich je nach Bedarf maximieren oder minimieren lässt. Zugleich sorgt dieses Layout für mehr Platz auf der Beifahrerseite.
Der untere Teil der Stirnwand unter der Armaturentafel bricht mit herkömmlichem Innenraumdesign: Er ist als geschwungene Ablageeinheit gestaltet, die sich über die gesamte Breite des Innenraums erstreckt und sowohl die verschiebbare Mittelkonsole als auch die Pedale integriert, deren Mechanismus vollständig verborgen bleibt.
Das kompakte Lenkrad bietet eine ungehinderte Sicht auf den Panoramabildschirm. Dank Steer-by-Wire-Technologie verfügt es über keine mechanischen Verbindungen, sodass die Fahrerin oder der Fahrer den Lenkradwinkel nach Bedarf anpassen kann.
„Mithilfe der Steer-by-Wire-Technologie ist es uns gelungen, ein Lenkrad zu entwickeln, das frei von allen physikalischen Einschränkungen ist, die üblicherweise mit dem Lenken verbunden sind. Die zylindrische Form der Querstange greift die Form der Armaturentafel auf. Das mit einer festen Nabe ausgestattete Lenkrad verfügt zudem über berührungsempfindliche Bedienelemente für den OpenR Panorama Multimedia-Bildschirm.“
Stéphane Maiore, Head of Interior Design bei Renault
Ein farbenfrohes Comeback
In den 1970er Jahren war Renault für seine lebhaften Pop-Interieurs bekannt. Das Konzeptfahrzeug lässt diesen Stil wiederaufleben: mit einer glänzenden Karosserie und einem farbenprächtigen Innenraum, der Rottöne wie Scharlachrot, Violett und sogar Granatrot zeigt. Der drei Zentimeter dicke Teppichboden zieht sofort die Blicke auf sich, mit einem korallenfarbenen Mittelbereich, der nach aussen hin allmählich dunkler wird.
Die Komponenten und Bedienelemente im Innenraum bestehen überwiegend aus Metall; ihre hochwertige Oberfläche erinnert eher an Schmuck als an Technik. Ein ähnlicher Ansatz zeigt sich bei den Einlagen, insbesondere an den Klapptischen an den Rückenlehnen der Sitze: Sie bestehen aus Stroh statt aus Holz und verleihen dem Ganzen die Anmutung feiner Handwerkskunst.
„Der Innenraum lässt die Menschen in eine Welt voller Farben eintauchen. Mit dem Armaturenbrett und den Stoffverkleidungen in Rottönen sowie dem dicken, korallenfarbenen Teppichboden mit Farbverlauf bietet der farbenfrohe Innenraum ein grosszügig beleuchtetes Ambiente, das den Innenraum strukturiert und zum Leben erweckt.“
Eléonore Lebec, Designerin Colour and Materials, Renault
Der Natur verbunden: Die Materialauswahl
Renault hat sich verpflichtet, in seiner gesamten Modellpalette 30 Prozent recycelte Materialien zu verwenden. Der E-Space Concept geht sogar darüber hinaus – als zukunftsweisendes Projekt für die Nutzung biobasierter Materialien. Diese sind nicht nur erneuerbar und optisch ansprechend, sondern erfüllen zudem hohe technische Leistungsstandards. Anstatt aber die in der Automobilindustrie am häufigsten verwendeten biobasierten Materialien Leder und Holz zu nutzen, erkundet Renault beim E-Space Concept neue Möglichkeiten.
Das E-Space Concept ist ein rollender Raum zum Leben, ein Fahrzeug, das sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert: mit einem innovativen, luftigen und modularen Innenraum, der auf Komfort und gemeinsame Zeit mit der Familie ausgelegt ist. Zugleich empfiehlt sich das Fahrzeug mit seinem klaren MPV-Karosseriedesign und dem offenen, von natürlichem Licht durchfluteten Innenraum-Layout als echte Alternative zu SUVs und Limousinen.
Das E-Space Concept spiegelt die Werte wider, für die die Marke seit 128 Jahren steht, und zeigt, wie Renault Reisen und Familienmobilität im Zeitalter der Elektromobilität neu interpretiert.
„Das E-Space Concept demonstriert, wie unser Markenerbe die Zukunft inspirieren kann. Als Renault 1984 den Espace entwickelte, erfand das Unternehmen eine neue Art, Autos zu gestalten, indem es den Menschen und sein Leben in den Mittelpunkt stellte. An diesen Pioniergeist knüpfen wir mit dem E-Space Concept für das Elektrozeitalter an. Die Designstudie hebt die Philosophie der „voitures à vivre“ auf ein neues Niveau – als vielseitiges, grosszügiges und vollelektrisches Fahrzeug, das ganz auf die Bedürfnisse, Wünsche und Lebensstile von morgen zugeschnitten ist.“
Fabrice Cambolive, Chief Growth Officer der Renault Group und CEO der Marke Renault
Eine Leinwand für die „voitures à vivre“ der Zukunft
Das Renault E-Space Concept ist ein elektrisches MPV, das die neuen Werte der Marke verkörpert: ein elegantes High-Tech-Objekt, das auf natürliche Weise effizient aussieht. Von den typischen SUV-Modellen der Gegenwart hebt sich das Konzeptfahrzeug optisch ab. Stattdessen verleiht es den Designelementen von Grossraum-Vans, die Renault 1984 mit der Einführung des ersten Espace ins Leben gerufen hat, eine zeitgemässe Note.
Das Konzeptfahrzeug stellt die Geschichte der Marke – und damit den menschlichen Faktor – in den Mittelpunkt. Daher lag die Priorität darauf, zunächst das Interieur als Lebensraum zu gestalten und ihn erst anschliessend zu umhüllen – und zwar mit einer Karosserie, die an den Seiten und am Dach grosszügige Glasflächen aufweist, um Licht hereinzulassen, ganz wie bei besonders hochwertigen architektonischen Entwürfen.
Als ein „voiture à vivre“ mit starker emotionaler Anziehungskraft, das für und um den Menschen herum konzipiert wurde und über nützliche Technologien wie einen elektrischen Antriebsstrang verfügt, steht das Renault E-Space Concept im Einklang mit den Werten, auf denen die Marke ihre Zukunft aufbaut und festigt. Diese Werte lassen sich in vier Grundprinzipien zusammenfassen, die die gemeinsame Vision von „voitures à vivre“ bilden: menschenzentrierte Autos, die Emotionen wecken, nützliche Technologien bieten und auf Elektrifizierung basieren.
„Wir haben dieses Konzeptfahrzeug als Hommage an den Espace von 1984 entworfen: Die erste Grossraumlimousine überhaupt steht nach wie vor für die Werte von Renault und seiner „voitures à vivre“. Die Karosserieform ist mit aussergewöhnlich klaren Linien auf Erkennbarkeit und Wiedererkennbarkeit ausgelegt und fängt den ikonischen Charakter des Espace ein, den wir zugleich mit modernster Technologie und stilvollem Design in die Zukunft führen.
Im Innenraum vermitteln die weichen Merkmale wie die Textilien an den Türverkleidungen ein Gefühl von Komfort und bilden einen starken Kontrast zur High-Tech-Optik der Bildschirme, der Mittelkonsole und anderer Details.
In der sich ständig wandelnden Welt des globalen Automobildesigns, die derzeit von SUVs dominiert wird, beweist das Renault E-Space Concept, dass die Marke alles hat, um sich mit Intelligenz und Anziehungskraft zu profilieren.“
Alexandre Malval, Vice President Design, Renault
Eine formale Designsprache mit einem klaren High-Tech-Ansatz
Eine Feier der Einfachheit: Die Designsprache des Renault E-Space Concept zeichnet sich durch geschmeidige, saubere Formen aus, die durch subtile Spannungslinien strukturiert werden. Eine klare und auf den ersten Blick erkennbare visuelle Sprache, die die Werte der Marke widerspiegelt.
Neu ist die Lichtsignatur an Front und Heck: Ein breite „U“-förmige Lichtleiste umschliesst den gesamten Frontgrill. Im Zentrum der Frontpartie scheint ein beleuchtetes Logo im Raum zu schweben, als wäre es in einem subtilen Zusammenspiel von Pixeln aufgehängt.
„Die Designsprache ist von allem befreit, was das Auge ablenken könnte, und so weit vereinfacht, bis nur noch das Wesentliche übrig bleibt: die Klarheit des Themas, ganz ohne Angst vor Leere.“
Alexandre Malval, Vice President Design, Renault
Proportionen, die inspirieren
Das Renault E-Space Concept ist ein grosszügig dimensioniertes Fahrzeug mit einer Länge von 4,70 Metern, einer Breite von 2,02 Metern und einer Höhe von 1,67 Metern. Sowohl die Höhe als auch das Verhältnis von Länge zu Breite ähneln denen des ersten Espace, allerdings mit einem modernen Touch, der sich in den kurzen Überhängen und der Platzierung der 23-Zoll-Räder in den vier Ecken des Fahrzeugs zeigt.
Mit seiner niedrigen Gürtellinie und der moderaten Bodenfreiheit wirkt das Renault E-Space Concept eher bodennah. Damit setzt es neue Akzente im zeitgenössischen Design und hebt sich deutlich von der typischen SUV-Optik ab. Die Windschutzscheibe ist eine Verlängerung der Motorhaube – eine Anspielung auf die DNA der Grossraumlimousine und insbesondere auf das „TGV-Profil“ des ersten Renault Espace aus dem Jahr 1984. Der Splitter im Stossfänger lässt sich absenken, um die Aerodynamik bei hohen Geschwindigkeiten zu optimieren. Am Heck vermitteln die vertikalen Linien ein Gefühl von Raum und Modularität. Gleichzeitig erinnert der obere Spoiler an ein ähnliches Merkmal beim Espace 2 und 3.
Um in der Seitenansicht weniger massig zu wirken, deutet ein schwarzes „Skateboard“ auf die technischen Systeme wie Batterie und aerodynamische Elemente hin, so ähnlich wie die Seitenkästen eines Formel-1-Wagens. Die markante schwarze horizontale Linie dieser technischen „Grundplatte“ setzt sich im Design der Räder fort, wenn diese entsprechend ausgerichtet sind. Daraus ergibt sich ein dunkleres Finish im unteren Bereich der Karosserie, das zudem an den breiten grauen Seitenschutz des ersten Espace erinnert.
„Das Renault E-Space Concept ist von der Welt der Luftfahrt inspiriert und besticht durch fliessende Linien und grosszügige Glasflächen für alle Insassen.“
Romain Gauvin, Head of Advanced Design & Concept Cars bei Renault
Ein von Glaswänden umgebener Innenraum
Im Mittelpunkt des Designkonzepts steht natürliches Licht. Die Designer entwarfen daher zunächst eine vollständig verglaste Fahrgastzelle, die von der Bauhaus-Architektur und insbesondere von den Werken von Ludwig Mies van der Rohe (Farnsworth House, Plano, Illinois, 1951) inspiriert war. Das Glasdach und die Seitenfenster reichen weit über die ohnehin sehr niedrige Gürtellinie hinaus. Die Idee war es, die Karosserieteile an dieser Glaskabine zu befestigen, ohne dass es eine klare visuelle Grenze zwischen Glas und Metall gibt.
Von aussen kann man buchstäblich sehen, wie sich die Verglasung hinter den Karosserieteilen bis unterhalb der Gürtellinie erstreckt. Eine speziell entwickelte Beleuchtung hebt den Platzgewinn im Bereich zwischen Windschutzscheibe und Karosserie hervor. Dazu passt, dass auch die C-Säule zu schweben scheint, als wäre sie nachträglich angebracht worden.
„Die Gürtellinie ist so niedrig, dass man ganz einfach in den Innenraum hineinsehen kann, wenn man neben dem Auto steht. Und man kann beim Fahren den Ellbogen bequem auf der Tür ablegen.“
Romain Gauvin, Head of Advanced Design & Concept Cars bei Renault
„Das Chassis des Renault E-Space Concept besitzt eine technische und präzise Formensprache. Der Innenraum hingegen ist von einer gläsernen Blase umhüllt, die von den fliessenden Linien glatter Karosserieteile umgeben ist.“
Romain Gauvin, Head of Advanced Design & Concept Cars bei Renault
Ein Innenraum voller Licht
Die hinten angeschlagenen Türen ohne zentrale Säule öffnen den Weg in einen luftig anmutenden Innenraum, der hochtechnologisch und einladend zugleich wirkt. Auf dem vollkommen ebenen Boden sind sechs Einzelsitze angebracht, die sich von den Konventionen der Automobilwelt und ihren traditionellen Schalensitzen lösen und stattdessen Elemente der Innenarchitektur aufgreifen – mit lackierten Schalen, die an den Stil von Pierre Paulin erinnern. Optisch leicht und im oberen Bereich besonders schlank – ganz wie die Sitze im Espace von 1984 – scheinen sie im Innenraum zu schweben.
Technisch betrachtet ist das Sitzdesign sowohl modular als auch raffiniert. Zusammen mit dem Raumangebot und dem natürlichen Licht gehört der modulare Innenraum zu den wesentlichen Bestandteilen der DNA des Renault Espace – und erst recht der „voitures à vivre“ von Renault.
Die Sitze sind in Grösse und Design identisch und lassen sich leicht um ihre eigene Achse drehen. Die Eigenschaften variieren je nach Sitzreihe. Die beiden Sitze in Reihe zwei lassen sich um 180° drehen, um zusammen mit Reihe drei einen „TGV-Sitzplatz-Vierer“ zu bilden. In der standardmässigen, nach vorne gerichteten Position haben die Passagiere in der zweiten Reihe Zugang zu Klapptischen mit 12,3-Zoll-Bildschirm, die an den Rückenlehnen der Vordersitze angebracht sind. Die beiden Sitze in Reihe zwei lassen sich auch vollständig umklappen und dienen dann als grosser Tisch für die Passagiere in Reihe drei. In dieser Viersitzer-Konfiguration können sie auch die Bildschirme an den Rückenlehnen der Vordersitze sehen.
Der Tisch lässt sich zudem mit einer ferngesteuerten Konsole ausstatten, die entlang der zentralen Mittelachse des Innenraums verschoben werden kann. Darin untergebracht: ein Luftreiniger, ein kleiner Kühlschrank, Videospiel-Controller und – als Beitrag zur freundlichen Atmosphäre, die in „voitures à vivre“ so wichtig ist – ein „Vier gewinnt“-Spiel.
Die Türgriffe sind schlicht und einfach gestaltet und mit gestepptem Stoff bezogen. Damit tragen sie zur gemütlichen, kokonartigen Atmosphäre des Innenraums bei, bieten aber dennoch einen festen Griff. Armlehnen in den Türen sind dank der niedrigen Gürtellinie überflüssig, die Fahrgäste können ihre Ellbogen direkt „auf der Fensterbank“ ablegen.
Die beleuchtete Linie, die entlang der Unterseite des Innenraums verläuft, greift das Aussendesign an der Gürtellinie auf. Die Ambientebeleuchtung wird durch sanfte Lichtquellen, Nachtlichter in den Lautsprechern sowie durch Leseleuchten, die an einer Längsschiene in der Mitte des Glasdachs angebracht sind, zusätzlich verstärkt.
„Das Design der Sitze ist eher von Einrichtungsgegenständen als von Autos inspiriert. Dadurch wirken sie nicht aufdringlich. Sie lassen sich drehen, um den Einstieg zu erleichtern oder eine gemütliche Sitzecke zu schaffen. Wir wollten ein Ambiente erzeugen, das sowohl futuristisch als auch einladend ist und einen Hauch von Nostalgie versprüht.“
Stéphane Maiore, Head of Interieur Design bei Renault
Eine High-Tech-Armaturentafel
Der Bildschirm im Cockpit des Renault E-Space Concept erstreckt sich über die gesamte Breite des Innenraums (Masse: 1.130 x 110 mm) – und wird als „OpenR Panorama“-Display im Curved-Design in den kommenden Renault Modellen der höheren Fahrzeugklassen Einzug halten. Den Anfang machen die Modelle der nächsten Generation der Baureihen Rafale und Scenic.
Obwohl OpenR Panorama alle notwendigen Informationen bereitstellt – und damit praktisch die herkömmliche Armaturentafel ersetzt –, ist das Display nicht als Touchscreen konzipiert. Es ist so nah wie möglich an der Fahrbahn positioniert, verbessert damit Ergonomie und Sicherheit beim Fahren – und wirkt auf der Beifahrerseite so, als schwebe es im Raum. Ein innovatives Design, das viel Platz in der ersten Sitzreihe schafft und so zum luftigen Innenraum beiträgt.
Die Touch-Bedienelemente für die Funktionen von OpenR Panorama befinden sich auf zwei flexiblen Bildschirmen. Diese drehen sich um einen röhrenförmigen Sockel, auf dem das Lenkrad montiert ist, und zeigen eine Informationsmenge an, die sich je nach Bedarf maximieren oder minimieren lässt. Zugleich sorgt dieses Layout für mehr Platz auf der Beifahrerseite.
Der untere Teil der Stirnwand unter der Armaturentafel bricht mit herkömmlichem Innenraumdesign: Er ist als geschwungene Ablageeinheit gestaltet, die sich über die gesamte Breite des Innenraums erstreckt und sowohl die verschiebbare Mittelkonsole als auch die Pedale integriert, deren Mechanismus vollständig verborgen bleibt.
Das kompakte Lenkrad bietet eine ungehinderte Sicht auf den Panoramabildschirm. Dank Steer-by-Wire-Technologie verfügt es über keine mechanischen Verbindungen, sodass die Fahrerin oder der Fahrer den Lenkradwinkel nach Bedarf anpassen kann.
„Mithilfe der Steer-by-Wire-Technologie ist es uns gelungen, ein Lenkrad zu entwickeln, das frei von allen physikalischen Einschränkungen ist, die üblicherweise mit dem Lenken verbunden sind. Die zylindrische Form der Querstange greift die Form der Armaturentafel auf. Das mit einer festen Nabe ausgestattete Lenkrad verfügt zudem über berührungsempfindliche Bedienelemente für den OpenR Panorama Multimedia-Bildschirm.“
Stéphane Maiore, Head of Interior Design bei Renault
Ein farbenfrohes Comeback
In den 1970er Jahren war Renault für seine lebhaften Pop-Interieurs bekannt. Das Konzeptfahrzeug lässt diesen Stil wiederaufleben: mit einer glänzenden Karosserie und einem farbenprächtigen Innenraum, der Rottöne wie Scharlachrot, Violett und sogar Granatrot zeigt. Der drei Zentimeter dicke Teppichboden zieht sofort die Blicke auf sich, mit einem korallenfarbenen Mittelbereich, der nach aussen hin allmählich dunkler wird.
Die Komponenten und Bedienelemente im Innenraum bestehen überwiegend aus Metall; ihre hochwertige Oberfläche erinnert eher an Schmuck als an Technik. Ein ähnlicher Ansatz zeigt sich bei den Einlagen, insbesondere an den Klapptischen an den Rückenlehnen der Sitze: Sie bestehen aus Stroh statt aus Holz und verleihen dem Ganzen die Anmutung feiner Handwerkskunst.
„Der Innenraum lässt die Menschen in eine Welt voller Farben eintauchen. Mit dem Armaturenbrett und den Stoffverkleidungen in Rottönen sowie dem dicken, korallenfarbenen Teppichboden mit Farbverlauf bietet der farbenfrohe Innenraum ein grosszügig beleuchtetes Ambiente, das den Innenraum strukturiert und zum Leben erweckt.“
Eléonore Lebec, Designerin Colour and Materials, Renault
Der Natur verbunden: Die Materialauswahl
Renault hat sich verpflichtet, in seiner gesamten Modellpalette 30 Prozent recycelte Materialien zu verwenden. Der E-Space Concept geht sogar darüber hinaus – als zukunftsweisendes Projekt für die Nutzung biobasierter Materialien. Diese sind nicht nur erneuerbar und optisch ansprechend, sondern erfüllen zudem hohe technische Leistungsstandards. Anstatt aber die in der Automobilindustrie am häufigsten verwendeten biobasierten Materialien Leder und Holz zu nutzen, erkundet Renault beim E-Space Concept neue Möglichkeiten.
- Die Verkleidungen im Innenraum bestehen aus gefärbtem Stroh, das direkt auf den Träger aufgebracht wird.
- Der Boden ist mit einem zu 100 Prozent aus Wolle bestehenden, hochflorigen Tufting-Teppich ausgelegt.
- Für den Lack im Innenraum wird ein biobasiertes Harz (18 Prozent) verwendet.
- Das Lenkrad ist teilweise mit Kunststoff und teilweise mit einem Material bezogen, das in den meisten Renault Modellen zum Einsatz kommt und zu 26 Prozent aus Rizinusöl sowie zu 25 Prozent aus Bio-Baumwolle besteht.
- Andere Komponenten, wie beispielsweise die Reifen, enthalten durchschnittlich 19 Prozent Naturkautschuk, der aus nachhaltig bewirtschafteten Kautschukplantagen stammt.